VI. Endometriumkarzinom

8. NACHSORGE

  • Früherkennung allfälliger noch symptomloser oder symptomarmer Rezidive (wichtig besonders im Falle umschriebener lokaler Rezidive in Hinblick auf einen kurativen Therapieansatz (v. a. für „Radiotherapie-naive“ Patientinnen mit lokoregionären Rezidiven des kleinen Beckens).
  • Rezidivraten: Für Low-Risk-Fälle im Stadium I < 3 %, bei Intermediate-Risk bis zu 15 %, High-Risk- Fälle deutlich höher.
  • Bei bis zu 10 % der Fälle Zweitmalignome, insbes. Mammakarzinome, aber auch kilorektale Karzinome (Lynch-Syndrom) und strahlenbedingte Zweitmalignome des kleinen Beckens.
  • Auch Residualzustände und Nebenwirkungen der onkologischen Therapien zu beachten.
  • Kein gesicherter OS-Vorteil für klinische Nachsorgemodelle (AGO-Nachsorgemodell siehe Tab. 10).
  • Klinisch besonders zu beachtende Symptome: Schmerzen, genitale Atrophieerscheinungen, postradiogene Veränderungen (Vagina, Blase, ableitende Harnwege), Dyspareunie, Lymphödeme, Nierenstauung, Lymphzysten.
  • Weiterführende gezielte Bildgebung nur bei entsprechender Symptomatik hinsichtlich eines Rezidivs.
  • Auch die psychologische Situation zu berücksichtigen (gezielte Angebote der Psychoonkologie).
Tab. 10: Übersicht über gebräuchliche Nachsorge des Endometriumkarzinoms (AGO 2005, modif.)