VIII. Zervixkarzinom

8. NACHSORGE

  • Basiert hauptsächlich auf einer gezielten Anamnese, der gynäkologischen Palpationsuntersuchung und der Ultraschalluntersuchung beider Nieren.
  • Nach fertilitätserhaltender Trachelektomie ist ein besonders sorgfältiges Vorgehen in der Nachsorge indiziert (Kolposkopie, Zytologie, evtl. Biopsie, Zervikalkanalkürettage).
  • Nach Strahlentherapie sollte beim Vorliegen eines Ulkus auf eine Biopsie verzichtet werden, da durch sie eine Fistelbildung begünstigt werden würde.
  • Fistelbildungen nach Radiotherapie bzw. bei Tumorprogression sollten frühzeitig mittels Nephrostomie bzw. Kolostomie palliativ versorgt werden.
  • Bei postoperativem/postradiogenem oder rezidivbedingtem Harnstau retrograde Scheidung des Ureters durch den Urologen bzw. ist u. U. sekundär das Anlegen eines Nephrostomas zum Erhalt der Nierenfunktion indiziert.
  • Lymphdrainagen sollten nur bei Patientinnen mit Tumorfreiheit im kleinen Becken erfolgen.
  • Mögliches Nachsorgeschema siehe Tab. 8.
Tab. 8: Nachsorgeschema zum Zervixkarzinom