IV. Maligne Keimzellentumoren des Ovars (mOGCT)

4. HISTOLOGIE

  • Maligne Keimzelltumoren werden aufgrund der vermuteten histogenetischen Prinzipien eingeteilt, wobei häufig Kombinationen verschiedener Typen in einem Tumor beobachtet werden.

Einteilung:

  • Dysgerminom: Besteht aus gleichförmigen, primordiale Keimzellen imitierenden Tumorzellen, die in einer frühen und indifferenten Differenzierungsphase arretiert sind, äußerst selten endokrin aktiv.
  • Teratom: Tumoren mit embryonalem Ekto-, Meso- und Entoderm.
    • unreif (aus unreifem Embryonalgewebe) = maligne
    • reif (solid, zystisch, fetiform), = Dermoid = benigne; überwiegende Mehrzahl der Teratome
    • monodermal (nur ein Keimblatt) hoch spezialisiert (Struma ovarii, Karzinoid)
  • Dottersacktumor (= endodermaler Sinustumor): typisch bunte Schnittfläche; histologisch retikuläres Netzwerk aus extraembryonalen Mesoblasten; produziert regelmäßig Alpha-Fetoprotein.
  • Embryonales Karzinom
  • Polyembryom
  • Nicht-gestationales Chorionkarzinom: hCG-Produktion regelmäßig nachweisbar.
  • Gemischte Keimzelltumoren