VII. Uterussarkome

4. HISTOLOGIE

  • Leiomyosarkom:
    • Auftreten solitär oder in Kombination mit Leiomyomen
    • bei 2/3 der Fälle intramural, seltener submukös oder subserös
    • Lokalisation zu 95 % im Corpus und zu 5 % in der Cervix uteri
    • makroskopisch auf der Schnittfläche grau-weiß, weich, fischfleischartig, ausgeprägte Koagulationsnekrosen, Einblutungen, evtl. myxoid-zystisch
    • histologisch Tumorzellnekrosen, ein hoher Grad der zellulären Atypie und ein hoher Mitoseindex (> 10 Mitosen pro 10 Gesichtsfeldern mit hoher Vergrößerung [HPF]) für die Diagnosenstellung ausschlaggebend (mindestens 2 Kriterien müssen erfüllt sein)
    • prognostische Aussagekraft von Hormonrezeptoren unklar
  • Endometriales Stromasarkom (ESS):
    • „low-grade“ endometriales Stromasarkom (ESS): geringgradige zytologische Atypien, häufige Expression von Östrogen- und Progesteronrezeptoren
    • undifferenziertes endometriales Sarkom (früher „high-grade“ ESS):  hochgradige zytologische Atypien (Reich et al., 2007), sehr selten Expression von Hormonrezeptoren
  • Undifferenziertes Sarkom:
    • keine Beziehung zum endometrialen Stromasarkom
    • hochgradige Zellpolymorphie, als „high-grade“ Tumor einzustufen
    • in der Regel makroskopische Nekrosen
    • sehr mitosenreich
    • destruierendes Wachstum
    • Prognose besonders ungünstig
  • Adenosarkom:
    • prinzipiell günstige Prognose (Mortalität 10–25 %)
    • polypoid schwammartiges Wachstum im Cavum uteri
    • ungünstige Risikofaktoren: tiefe myometrane Invasion, Lymphgefäßinvasion, hochmaligne heterologe Stromakomponente, extrauterine Metastasen
    • Mortalität beim Adenosarkom mit sarkomatöser Überwucherung bis 75 %